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Ablauf der sanften Krampfader-Entfernung

Vor der Behandlung wird Ihr Bein zunächst gründlich untersucht, zum einen per Hand, zum anderen mit einem modernen Farb-Ultraschall-Gerät. Dies ist wichtig um die Flussverhältnisse und die Verzweigungen Ihrer Krampfadern zu beurteilen. Mit den Informationen aus der Untersuchung kann dann eine geeignete Einstichstelle gefunden werden, die meist unter- oder oberhalb Ihres Knies liegt. Hier können gut beide Teile der Krampfadern erreicht werden, die im Unter- als auch die im Oberschenkel.

Dann erfolgt die Injektion der konzentrierten Kochsalzlösung mit einer dünnen Kanüle. Während früher nur mit 27% Lösung gearbeitet wurde, so ist es heute Standart, Ihre individuellen Begebenheiten zu berücksichtigen. Oft kommt eine 10% Lösung zum Einsatz, ich habe aber auch schon mit einer 5% Lösung Krampfadern verschließen können.

Wichtig ist, dass sich nur kranke Venen durch die Kochsalz-Lösung verschließen lassen, eine gesunde Vene ist durch ihre intakte Innenschicht in der Lage, die Lösung einfach weiter zu pumpen und zu verdünnen. Nur Krampfadern, deren Gefäßwände ja geschädigt sind, werden durch die Injektion verschweißt. Es entsteht während der Behandlung ein sogenannter Gefäßkrampf, der anzeigt, dass das Kochsalz seine Wirkung zeigt. Dieser Schmerz ist im allgemeinen gut tolerierbar und er hält ca 1-2 Minuten an.

Das Einspritzen der Lösung erfolgt meist im Liegen und im Stehen, sodass das ganze Bein mit einer Behandlung erreicht wird. Wichtig ist, dass die Krampfader bis zur Mündung des sogenannten Venensterns (Crosse) in der Leiste verödet wird. In diesem Venenstern vereinigen sich die oberflächlichen und die tiefen Venen. Wenn es gelingt durch die Injektion das Druckgefühl bis in die Leiste aufzubauen, dann hat die Lösung die Crosse erreicht und der Stamm der Rosenvene ist verödet. Dies ist wichtig um eine rasche Neubildung der Krampfadern zu verhindern, denn durch eine Verödung der Crosse wird der Rückstau von Blut in den Unterschenkel unterbrochen. Die Venen im unteren Bein werden dadurch deutlich entlastet. Anschließend ist die Injektion beendet.

Nach der Behandlung: In den folgenden 1-2 Wochen nach der Behandlung tritt meist ein Spannungsgefühl oder eine leichte Schwellung mit einer Rötung im Bereich der behandelten Vene auf. Unterstützen Sie den Heilungsprozess mit Arnika oder mit Schüssler-Salzen. Genauere Anweisungen bekommen Sie während der Behandlung.

Sie werden feststellen, dass sich an der Stelle der Krampfader ein verhärteter Strang bildet, der dann innerhalb der nächsten Monate vom Körper abgebaut wird. In den ersten 14 Tagen lohnt es sich stark belastende Anstrengungen zu vermeiden, wie zum Beispiel Joggen und langes Radfahren. Grundsätzlich sind Sie aber am nächsten Tag wieder arbeitsfähig und sie brauchen keine Stützstrümpfe.

Nach einigen Wochen erfolgt dann eine Nachuntersuchung und falls nötig eine zweite Injektion.

Grundsätzlich ist die biologisch-sanfte Krampfaderentfernung wesentlich schonender als die klassische Operation, denn Sie müssen nicht ins Krankenhaus und haben keinen Arbeitsausfall.

Leider ist es nach dem Heilmittelwerbe-Gesetz nicht erlaubt, Ihnen hier Vorher-Nachher-Bilder zu präsentieren, aber ich freue mich immer wieder über diese einfache, sanfte und kostengünstige Behandlungsform.

Bei Fragen sprechen Sie mich gerne an!

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